News

 

12/05/17

Masterarbeit zur Häufigkeit von Rutschungen im Säntisgebiet

Alexandra Kessler beim Kartieren der Anrissstelle einer Spontanrutschung am Hohen Kasten.

Während dem letzten Jahr durften wir Alexandra Kessler bei ihrer Masterarbeit an der Universität Zürich (www.uzh.ch)  und der WSL (www.wsl.ch) begleiten. Im Zusammenhang mit einem Naturgefahrenprojekt in Lienz (Altstätten) ergab sich die Möglichkeit einer Masterarbeit zur Häufigkeit und Auslösung von Rutschungen und Murgängen infolge von Starkniederschlägen. Alexandra verglich die Niederschlagsdaten der Meteoschweiz mit Ereignisdatenbanken zu Rutschungen. Sie wollte herausfinden, ab welcher Niederschlagsmenge und -dauer mit Rutschungen zu rechnen ist. Solche Schwellenwerte sind für die Naturgefahrenwarnung und -prävention nützlich – falls sie zuverlässig bestimmt werden können. Und genau hier liegt die Herausforderung. Alexandras Arbeit hat gezeigt, dass die Qualität von solchen Schwellenwerten massgeblich von der Qualität der zeitlichen und örtlichen Lokalisation von Rutschungen und Murgängen abhängt. In dieser Hinsicht gibt es grosses Verbesserungspotential.

Wir gratulieren Alexandra zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums!


09/26/17

Zum Glück gibt es in der Schweiz ein Gewässerschutzgesetz!

Sylter Nachrichten vom 16.8.2017.

Die Nordseeinsel Sylt bezieht ihr Trinkwasser aus einer Süsswasserlinse im Untergrund der Insel. Bei der Nutzung solcher Grundwasservorkommen ist Vorsicht geboten, weil sie bei einer Übernutzung durch eindringendes Salzwasser verschmutzt werden und nur durch Niederschläge gespiesen werden, d.h. keine seitlichen Zuflüsse.
Für uns erschreckend ist die Bemerkung im untenstehenden Artikel, dass auf Sylt Erdwärmesonden zulässig sind, die das Grundwasservorkommen durchstossen oder Versickerungsanlagen gebaut werden, die direkt in den Aquifer infiltrieren.
Zum Glück gibt es in der Schweiz ein Gewässerschutzgesetz (https://buff.ly/2hvVNGD), das solche Fragen regelt!


09/07/17

Zusammenarbeit mit der Bruno Brunner GmbH

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Bruno Brunner, unserem Partner für Bohrtechnik. Gemeinsam werden wir viele spannende und anspruchsvolle Projekte im Bereich Geothermie / tiefe Erdwärmesonden realisieren können: http://www.brunobrunner.ch


08/18/17

Beurteilung von Kiesvorkommen

Wir beurteilen mögliche Kiesabbaustellen nach den Qualitäts-Anforderungen unserer Kunden. Hierfür begutachten wir Aufschlüsse in Kiesgruben, entnehmen Kiesproben für die Analyse im Labor oder planen Sondierkampagnen mit Bohrungen und Baggersondierungen. Unsere Kenntnisse über die lokale Geologie sind eine wichtige Voraussetzung für die seriöse Beratung unserer Kunden. Zu unseren Kunden zählen neben anderen die Toggenburger AG, KIBAG Management AG, Strabag AG sowie die Zürcher Kies & Transport AG.

Aufschluss in einer Kiesgrube.
Beurteilung eines Kiesvorkommens anhand von Baggersondierungen.
Kiesprobe für die Beurteilung im Labor mittels Siebanalyse.
Siebkurve einer Kiesprobe. Die grüne Kurve liegt zwischen den roten Kurven, d.h. die Kiesprobe entspricht den Qualitätsanforderungen und weist eine geeignete Kornverteilung auf.
Siebkurve einer Kiesprobe mit zu hohem Anteil der Feinfraktion (Ton, Silt, Feinsand). Dieser Kies ist nur bedingt geeignet für eine wirtschaftliche Nutzung.

07/17/17

Baustart beim Gas-Röhrenspeicher Buhwil

Wir freuen uns über den Baustart beim Erdgas-Röhrenspeicher in Buhwil. Unser Beitrag in der Planungsphase:
- Abklärungen zum Grundwasserspiegel und zur Grundwasserfliessrichtung
- Abklärung zum Baugrund
- Hydrogeologische Ersatzmassnahmen?

Baustelle in Buhwil.

07/01/17

Geologische Kartierung Spitzmeilen

Wir freuen uns über den Auftrag der Swisstopo für die geologische Kartierung auf dem Blatt Spitzmeilen des Geologischen Atlas der Schweiz! Wir sind stolz an diesem Jahrhundertprojekt mitarbeiten zu dürfen.?

Geologe bei der Feldarbeit.

Dank einer aufmerksamen Anwohnerin wurden wir auf einen Molassefindling mit Steinkohle hingewiesen. Mehr dazu im Artikel in der Thurgauer-Zeitung.

www.tagblatt.ch/ostschweiz/thurgau/weinfelden/Ein-einzigartiger-Fund;art123855,4951154

Der Findling aus Molassesandstein aus den Voralpen.
Der Steinkohle-Einschluss.
Artikel in der Thurgauerzeitung.

Ausschnitt aus der Grundwasserkarte bei Balterswil.

Die Thurgauer Grundwasservorkommen haben wir auf einer übersichtlichen Karte zusammengestellt. Die Grundwasservorkommen sind für die Trinkwasserversorgung von grösster Bedeutung und müssen vor Verunreinigungen geschützt werden. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wo es nutzbares Grundwasser gibt. Das grösste Grundwasservorkommen befindet sich im Thurtal, aber es gibt auch viele kleinere Vorkommen z.B. im Murgtal oder in den randglazialen Entwässerungsrinnen bei Turbenthal-Balterswil-Oberwangen-Rickenbach. Auch über den Tälern gibt es Grundwasservorkommen in älteren Schottern z.B. bei Hohentannen und Heldswil.

Grundwasserkarte Thurgau


01/19/17

Woran wir gerade Arbeiten: Sulzbergerkarte

Die Sulzbergerkarte entstand um 1830 und zeigt den Kanton Thurgau an der Schwelle der Industrialisierung. Wir untersuchen auf der Sulzbergerkarte die Grösse und Anzahl der Auenwälder, Feuchtgebiete und Wasserflächen im Thurtal. Weiter untersuchen wir welche dieser Flächen in den letzten 100 Jahren zu wertvollem Ackerland (Fruchtfolgeflächen) geworden sind. Unsere Arbeit ist ein Beitrag für die Flächenbilanz und Diskussion der Nutzungsänderungen im Rahmen des Thurrichtprojekts (TRP) des Kantons Thurgau.

Die Originalaufnahmen der Sulzbergerkarte sind in der Kantonsbibliothek des Kantons Thurgau einsehbar.
Ausschnitt aus der Sulzbergerkarte bei Eschikofen. Die Auenwälder und Kiesbänke der Thur sind detailliert dargestellt.

01/04/17

Schulprojekt: Erdschichtenmodell Thurtal

Simon Fey aus Märstetten hat im Rahmen eines Quartalsprojekts der Sekundarschule ein Erdschichtenmodell über die obersten rund 10 m des Thurtals erstellt. Die geosfer AG konnte ihn dabei unterstützen und freut sich über das gelungene Anschauungsobjekt. Wir wünschen Simon viel Erfolg auf seinem weiteren Lebensweg.
Die Kiese und Sande im Thurtal sind das wichtigste Grundwasserreservoir im Kanton Thurgau und versorgen einen grossen Teil der Thurgauer Bevölkerung mit hervorragendem Trinkwasser.

Erdschichtenmodell von Simon Fey im Massstab 1:10.
Hydrogeologisches Profil durch das Thurtal bei Weinfelden.


11/29/16

Woran wir gerade arbeiten...

Bohrproben einer Spühlbohrung. In regelmässigen Abständen wird das Bohrklein (engl. Cuttings) in Plastikeimer abgefüllt für die spätere Beschreibung und Analyse.

Dieser Tage begleiten wir die Aufzeitbohrungen der NAGRA im Gebiet Standortgebiet 'Nördlich Lägern'. Unser Mandat umfasst die Beratung der Bohrequippe bei geologischen Fragen und die geologische Dokumentation der Bohrung, wobei es v.a. um die Identifikation der Felsoberfläche geht. Weitere Informationen im Blog der Nagra:

http://www.nagra-blog.ch/2016/03/22/aufzeitbohrungen-finden-im-standortgebiet-zuerich-nordost-statt/


Die Versickerungskarte zeigt ob die Versickerung von Meteorwasser möglich ist. Sie wird aus geologischen Grundlagendaten kompiliert.

Die Gemeinde ist nicht nur für die Trinkwasserversorgung zuständig. Weitere Berührungspunkte mit dem nassen Element sind:
Liegenschafts- und Strassenentwässerung, Versickerung, Hochwasserschutz, Bachunterhalt sowie private und öffentliche Quellrechte sowie Grundwasserfassungen. Auch dort wo Wasser nicht in Leitungen fliesst, sind Fachleute gefragt.

(Beitrag im Magazin "Direkt" des Verbands Thurgauer Gemeinden, Nr. 84, Mai 2015)

 


Geomorphologische Kartierung und Resultate der Datierung von Blöcken auf dem Illgraben-Schuttfächer.
Geomorphologische Kartierung und Resultate der Datierung von Blöcken auf dem Illgraben-Schuttfächer.

Unser Geschäftsleiter Dr. Peter Schürch hat zusammen mit in- und ausländischen Co-Autoren eine Studie zur spät-holozänen morphologischen Entwicklung des Illgraben-Murgang-Schuttfächers im Wallis veröffentlicht. Auf Anfrage stellen wir gerne einen Separatdruck zur Verfügung. Stichworte: Oberflächenalters-Bestimmung, geomorphologische Kartierung, digitale Terrainanalyse, Murgang

 

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0169555X16308492

 


08/30/16

Neues Blatt des Geologischen Atlas erschienen: Buchs, Nr. 149

Gestern hat die Swisstopo das neue Blatt Buchs des geologischen Atlas der Schweiz 1:25'000 präsentiert. An der Erstellung massgeblich beteiligt war unser Mitarbeiter Dr. Henry Naef als Autor der Erläuterungen und unser ehemaliger Mitarbeiter Dr. Tobias Ibele, der einen grossen Teil der Kartierung bestritten hat. Weiter beteiligt waren Mitarbeiter des Büros Dr. Bernasconi AG (http://www.hydrogeologie.ch/). Wir freuen uns über das gelungene Werk. Mit dem neuen Blatt Buchs des geologischen Atlas existiert nun eine gute geologische Grundlage für alle die im und auf dem Boden sowie im Untergrund arbeiten. 

Die Sichelchamm-Synklinale auf der neuen geologischen Karte der Region Buchs.
Die Autoren (v.l.) Tobias Ibele, Pius Bissig, Oliver Kempf (Redaktor Swisstopo), Heinrich Naef und Riccardo Bernasconi.
Die Präsentation des neuen Blatts des geologischen Atlas fand im schönen Schloss Werdenberg statt.

08/19/16

Das Schweizer Mitteland vor 13 Mio. Jahren zur Zeit der Oberen Süsswassermolasse

Schuttfächer in einer Baugrube (dunkelbraun) mit axialer Entwässerung (hellbeige).
Die Oberfläche des Schuttfächers ist durch ein feinverzweigtes sich ständig wandelndes Netz von Fliesswegen gekennzeichnet.

Vor 13 Mio. Jahren schütteten die entstehenden Alpen mit grossen Schuttfächern Sedimente (Alpenschutt) ins heutige Mittelland. Wir haben in einer Baugrube zufällig ein natürliches Modell dieser Situation gefunden und fotografiert. Ein kleiner Schuttfächer (ca. 3 m Radius, dunkel-beige im Bild) aus feinem Sand und Silt wächst langsam aber stetig auf der Baugrubensohle. Durch die Sedimentablagerung wechselt der Lauf des Wassers immer wieder und ergibt ein feines Netz von sich verzweigenden und überkreuzenden Kanälen. Am Rande des Schuttfächers fliesst ein kleiner Bach, der die feinsten Partikel seitlich weitertransportiert. Im Faziesmodell (d.h dem Modell der Ablagerungsbereiche) der Oberen Süsswassermolasse handelt es sich hierbei um das axiale Rinnensystem (Bild).

Der Felsuntergrund im Mittelland ist aus vielen übereinander gestapelten solchen Schuttfächern aufgebaut, die heute mächtige Sedimentgesteins-Abfolgen bilden.


Warum interessiert uns das Faziesmodell der Oberen Süsswassermolasse?
Aus Liebe zur Geologie? Auch, aber nicht nur!
Weil es hilft bei verschiedenen geologischen Fragestellungen:
- Wo sind die Wasserfliesswege im Fels?
- Wie schützen wir das Trinkwasser von Felsquellen?
- Wo erfüllt der Felsuntergrund die Anforderungen für bestimmte Nutzungen (z.B. Deponiestandorte)?


Geologische Heimat

Unsere geologische Heimat.

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt in der Nord- und Ostschweiz. Hier sind wir geologisch zu Hause. Sie auch?


Worauf stehen wir?

Bohrdatenbank: Bohrtiefen

Die Kenntnisse über die Oberflächenbeschaffenheit unseres Planeten ist unterdessen dank Drohnen, Satellitentechnik und Luftaufnahmen sehr gut. In der Tiefe nimmt unser Wissen über den Untergrund jedoch rasch ab, wie dieses Bild anschaulich verdeutlicht. In unserem Bohrarchiv, welches v.a. die Nord-Ost-Schweiz abdeckt, ist die grosse Mehrheit der Bohrungen kürzer als 75 Meter. Eine zweite Gruppe erschliesst den Tiefenbereich bis 300 Meter. Dabei handelt es überwiegend um Erdwärmesondenbohrungen, deren Bohrprofile oftmals nur schlecht dokumentiert sind. Die Tiefbohrungen über 300 Meter Bohrtiefe machen nur noch einen verschwindend kleinen Anteil aller Bohrungen aus. Ihre Erstellung ist teuer und aufwändig.


Strukturen der St. Galler Störungszone.

Im Rahmen des St. Galler Geothermieprojekts war die geosfer AG massgeblich an der geologischen Auswertung der 3D-Seismik beteiligt. Damit konnte man die Strukturelemente einer komplizierten Verwerfungszone im Detail erkennen und im regionalgeologischen Kontext auswerten.

Eine Zusammenfassung der Resultate haben wir zusammen mit anderen Beteiligten im Swiss Journal of Geosciences publiziert

(The St. Gallen Fault Zone: a long-lived, multiphase structure in the North Alpine Foreland Basin revealed by 3D seismic data: http://link.springer.com/article/10.1007/s00015-016-0208-5 ).


Die Installation des Loggers erfolgt diskret im Bach.
Der Logger wird für den Einsatz vorbereitet.
Logger und Pflanzstein nach mehrwöchigem Einsatz.
Messungen von Temperatur und Leitfähigkeit über einige Tag.

28.5.2016

Flexible Überwachung von Leitfähigkeit, Druck und Temperatur

Mit unseren autonomen Datenloggern messen wir elektrische Leitfähigkeit, Temperatur und Druck. Je nach Programmierung messen die Logger über mehrere Jahre in freiwählbaren Messintervallen auch unter unwirtlichen Bedingungen. Hier haben wir den Logger eingesetzt um die Leitfähigkeit und Temperatur in einem Bach zu messen. Damit der Logger nicht durch Hochwasser beschädigt wird, wurde er in einem Plastikrohr befestigt, welches wiederum in einem Pflanzstein befestigt wurde.
Im diesem Projekt wird die Bach-Grundwasesr-Interaktion mittels Zeitreihen der Leitfähigkeit zu untersucht. So können die Auswirkungen einer Bachaufweitung auf die nahe Grundwasserfassung untersucht werden.
Weitere Informationen: info@geosfer.ch


1.4.2016

Bohrdatenbank nach Datenmodell der Swisstopo

Wir haben unsere Bohrdatenbank nach dem Datenmodell der Swisstopo neu strukturiert. Sie basiert auf einer MSSQL-Datenbank nach OGC-Standard und kann über eine interne Web-GIS-Anwendung und verschiedene Desktop-GIS-Anwendungen abgefragt werden. Aktuell zählen wir rund 5000 Einträge in der Nord- und Ostschweiz.?

www.geologieportal.ch/internet/geologieportal/de/home/news/topicofthemonth/Datenmodell_Bohrdaten.html


7.4.2015

Kundenanlass und Besichtigung der neuen Büros in St. Gallen

Seit Februar 2015 sind wir von unseren neuen Büros an der Teufener
Strasse 3 in St.Gallen aus tätig, um Ihre geologischen Fragestellungen zu
bearbeiten. Mit diesem Umzug ist die Übernahme der geosfer ag durch
die Meier und Partner AG auch organisatorisch abgeschlossen. Am neuen
Standort haben wir nun Zugriff auf eine professionelle Netzwerkinfrastruktur
für die Verwaltung des umfangreichen geologischen Archivs der
geosfer ag.


Wir laden Sie ein, mit uns am 21. April, ab 15.00h in unseren neuen
Büros anzustossen.
Bitte melden Sie sich per E-Mail bis am 13. April 2015 an:
info@geosfer.ch


Das Haus Wilson in St. Gallen

14.1.2015

Neue Büros im Haus Wilson ab 26.1.2014

Am 26.1.2015 beziehen wir unsere neuen Büros an der Teufenerstrasse 3 im Haus Wilson. Das Haus Wilson ist eng mit der St. Galler Textilindustrie verknüpft und noch heute der Firmensitz der Filtex AG. Weitere Informationen zur interessanten Geschichte dieses Hauses finden Sie auf der Seite von Textilland.

Die gewohnten Telefonnummern sind immer noch gültig – Ihre Post erreicht uns wie folgt:

geosfer ag
Teufenerstrasse 3
9000 St. Gallen


19.9.2014

geosfer AG neu bei Meier und Partner AG

Im Sinne einer Nachfolgeregelung übernimmt die Weinfelder Meier und Partner AG  per 1. Oktober 2014 die geosfer AG von Henry Naef.